"Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?"

Bericht: Fr. Holly/Hr. Schantl [Juni 2018]

 

Diese Frage wurde den Schülerinnen und Schülern der 1D im Rahmen ihrer Projekttage auf Burg Lockenhaus gestellt – anlässlich eines gar köstlichen Rittermahls.

 

Zuvor mussten sie jedoch noch vom Knappen zum Ritter geschlagen werden – im Rahmen eines Knappentrainings. Der gekonnte Umgang mit der Armbrust, mit Pfeil und Bogen, mit dem Schwert, dem Katapult und dem Rammbock waren dabei einige der „Prüfungsgegenstände“. Einen zweiten mittelalterlichen Schwerpunkt bildete die Falknerei, bevor es dann an die Rittertafel ging, um Geist und Körper mit Speis und Trank zu stärken.

 

Tags zuvor begaben wir uns in die Stollen des Felsenmuseums Bernstein, um mehr über den Serpentinabbau zu erfahren. Einen selbst hergestellten „Handschmeichler“ nahmen wir gerne als Erinnerungsstück mit nach Hause.

 

Über die Fledermäuse auf Burg Lockenhaus wissen wir nun theoretisch ebenfalls bestens Bescheid, bei der Nachtwanderung flogen sie uns dann sogar „praktisch“ um die Ohren. Wie gut, dass es sie gibt – sonst hätten sich wohl noch einige Gelsen mehr an unserem Blut gelabt! Die Schülerin/der Schüler mit den meisten „Gelsendippeln“ wurde dann auch zum bedauernswertesten Geschöpf des Tages erklärt – die „Gewinnerin“ wurde schließlich Julia P. (30malige „Blutspenderin“)!

 

Da traf es sich gut, dass wir von unserer Waldpädagogin bei einer Wanderung durch Wald und Flur erfuhren, dass sich die Blätter des Breitwegerichs, zwischen den Fingern zerrieben und auf die Stichstelle aufgetragen, als ausgezeichnetes Hausmittel bewährt haben. Sogleich machten wir uns auf die Suche nach diesem Heilkraut und wurden auch alsbald fündig – Rettung war in Sicht!

 

Ein Schleckeis bei unserer Ortserkundung wurde allen Schülerinnen und Schülern von ihren Lehrkräften schließlich auch noch „aus rein medizinischen Gründen“ verordnet – die Frische des Eises sollte von innen heraus zu einem Abklingen eines etwaig noch vorhandenen (Gelsen-)Juckreizes beitragen. Solche „Medikamente“ ließe sich die 1D wohl bei vielerlei Wehwehchen gerne verschreiben…

 

„Schlaflos in Seattle“ spielten inzwischen die begleitenden Lehrkräfte in Lockenhaus – zumindest was die fehlende Schlafdauer anging. Bis denn alle rundum versorgt waren (Gelsenstiche; Iiiiiieh – ein Käfer!; Da klopft jemand an die Wand – Nein, Kinder, es ist nicht das Schlossgespenst – zumindest das schläft schon längst!), wurde es dann doch einmal spät – nur gut, dass am nächsten Morgen der Hahn dann umso früher krähte… Vielleicht wäre „Schlaflos auf Burg Lockenhaus“ der treffendere Titel dieses Berichtes gewesen…

 

Genug der Worte - anbei einige fotografische Eindrücke unserer ersten Projekttage.